Zukunftsstadt Lüneburg 2030+

Die Hansestadt Lüneburg vertieft einmal mehr die Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg und rückt die nachhaltige Stadtentwicklung in den Fokus.

Studierende

Lüneburger*innen

Visionen

Lösungen

Zukunftsstadt Lüneburg 2030+

Leise Autos, die keine Abgase mehr ausstoßen. Gesundes Gemüse, das auf Hausdächern gedeiht. Neue Gebäudekonzepte, die aus Abwasser klimafreundliche Energie gewinnen. Für die Stadt der Zukunft gibt es viele Ideen, die das Leben dort verbessern. Diese Ideen mit den Bürger*innen zu diskutieren und gemeinsame Visionen für die Zukunft zu entwickeln – darum ging es in der ersten Phase im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im Mai 2017 ist der Startschuss für Phase II gefallen. Eingebettet in den Rahmen einer lokalen Interpretation der UN-Nachhaltigkeitsziele wurden seitdem mit und für Lüneburg und unterstützt durch Akteure aus Praxis, Lehre und Forschung konkrete und umsetzbare Maßnahmen entwickelt – unsere 17 #LüneburgerLösungen! In Phase III des Projekts Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ sollen diese Maßnahmen im Rahmen von einzelnen Realexperimenten unter dem Dach des Reallabors Lüneburg ausprobiert, beforscht und schließlich verstetigt werden.

Projektphasen seit 2015

Am 20.05.2017 haben wir unser Projekt auf dem Tag der Offenen Tür im Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg der Öffentlichkeit vorgestellt und sind mit diesem Tag offiziell in die zweite Projektphase gestartet. In Phase II des Projekts knüpfen wir an die Visionen an, die in der ersten Projektphase entwickelt worden sind. Die 25 Visionen finden sich nun in fünf sich überschneidenden Themenfeldern wieder, die mit Stadtleben gestalten, Gemeinsam wirtschaften, Vernetzen und versorgen, Gemeinsam planen und entscheiden sowie Dem sich wandelnden Klima begegnen überschrieben sind. Bis Ende dieser zweiten Projektphase im Juni 2018 wurde für diese Themenfelder oder auch für einzelne Visionen darin ein Katalog konkreter Maßnahmenoptionen entwickelt, der auf lokaler Ebene in Lüneburg getestet und umgesetzt werden kann – #LüneburgerLösungen, die auf dem Engagement und den Potenzialen Lüneburgs aufbauen. Wie auch in Phase I geschah dies in einer engen Zusammenarbeit von Hansestadt Lüneburg, Zivilgesellschaft und Leuphana Universität.
Im Jahr 2015 hat die Hansestadt Lüneburg in Kooperation mit dem Verein T.U.N., der Leuphana Universität Lüneburg und der Landeszeitung für die Lüneburger Heide als eine von 51 Kommunen in Deutschland den Zuschlag für die erste Projektphase im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des BMBF bekommen. Der Vorschlag, mit Studierenden des Leuphana Semesters im Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“ an Visionen für die Hansestadt Lüneburg als Vorreiterin für nachhaltige Entwicklung zu arbeiten, überzeugte die Jury, auch mit Verweis auf die vielfältigen schon bestehenden Kooperationen zwischen der Universität und ihrem regionalen Kontext. Während des Wintersemesters 2015/16 trugen Erstsemesterstudierende der Leuphana Universität Lüneburg dafür Sorge, dass zahlreiche Beteiligte aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen Visionen entwickelten zu Handlungsfeldern wie Arbeit, Stadtökologie, Jugend, Kultur, Einzelhandel, Mobilität oder Daseins- und Gesundheitsvorsorge. Die so entstandenen 25 Zukunftsvisionen unterstützen eine lokale Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) und ergeben den „Atlas der Visionen“ für eine nachhaltige Hansestadt Lüneburg im Jahr 2030 und darüber hinaus. Dieser Atlas „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“ wurde dem Oberbürgermeister im Mai 2016 überreicht.

Das Konzept für Phase II

In Phase II des Projekts wurden zunächst in jedem der fünf Themenfelder und anknüpfend an die 25 Visionen bestehende Lüneburger Aktivitäten und Initiativen erfasst sowie Ideen für mögliche Maßnahmen zur Umsetzung der Visionen gesammelt. Ergänzt um Erfolgsgeschichten aus anderen Städten und Regionen – deutschland- und weltweit – flossen die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und der ersten Ideensammlung in aufbereiteter, strukturierter Form in eine Reihe von Workshops ein, die im Herbst 2017 für jedes Themenfeld stattfanden. Ziel der Workshops war es, für die einzelnen Schwerpunkte innerhalb des jeweiligen Themenfeldes Maßnahmenideen zu entwickeln und zu diskutieren, die zur Realisierung einer oder mehrerer Visionen der ersten Phase beitragen können. Im weiteren Verlauf der Phase II wurden diese Maßnahmenideen dann konkretisiert, einer Konsistenzanalyse unterzogen und auf der Leuphana Konferenzwoche (Zukunftsstadt-Tag) sowie im Rahmen der Aktion #LüneburgGehtWeiter der breiten Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Aus den Ergebnissen dieser Schritte erwuchsen letztlich Konzepte für eine konkrete Umsetzung der Ideen im Rahmen sogenannter Realexperimente. Die tatsächliche Umsetzung erfolgt dann im Rahmen von Phase III des Projekts.

Die Schritte, mit denen die Praxisakteur*innen, Studierenden und Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Stadtverwaltung in ihren jeweiligen Themenfeldern auf die Workshops im Herbst hingearbeitet haben, waren:

  • Mai-Juli 2017: Akteursmapping, Bestands- und Potenzialanalysen; Ermitteln von Funktionen und Komponenten der erfassten Initiativen und Akteursgruppen im jeweiligen Themenfeld
  • August 2017: Good-/Best-Practice-Analysen regional und weltweit
  • September 2017: Aufbereitung der Analyseergebnisse für die einzelnen Workshops
  • Oktober/November 2017: fünf themenfeldbezogene Workshops zur Entwicklung von Maßnahmenideen
  • März 2018: Bewertung der entwickelten Maßnahmenideen auf der Leuphana Konferenzwoche im Rahmen des Zukunftsstadt-Tages am 1. März 2018
  • April-Juni 2018: Konkretisierung, Ausarbeitung und Bündelung der Maßnahmen zu Realexperimenten und Bewerbung um die dritte Projektphase (ab ca. Anfang 2019)

Lüneburg 2030 gemeinsam gestalten

Ab Sommersemester 2017 haben zwei jeweils einjährige Seminare im Bachelor Umweltwissenschaften und im Master Nachhaltigkeitswissenschaft die Themenfelder Gemeinsam wirtschaften und Dem sich wandelnden Klima begegnen bearbeitet. Daneben hat sich bereits in den vorherigen zwei Semestern ein Master-Projekt mit der Lünefood-Vision befasst, die im Themenfeld Vernetzen und versorgen aktiv weiterbearbeitet wurde. Die übrigen Themenfelder wurden durch Feldteams aus Praxisakteur*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Stadtverwaltung betreut.

Wir laden Sie weiterhin herzlich dazu ein, sich als Praxispartner*innen, Lehrende, Wissenschaftler*innen, Studierenden, Lüneburger*innen, Unternehmer*innen, Mitglieder von Initiativen oder der Stadtverwaltung im Rahmen von Workshops, Diskussionsrunden, Forschungs- und Abschlussarbeiten, Seminaren oder auch im direkten Gespräch in das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ einzubringen – im Rahmen von Phase II des Projekts und gern darüber hinaus!

Alle Aktivitäten werden unter dem Dach des Projekts „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“ durch das Projektteam gebündelt, koordiniert und an das Projekt rückgebunden. Gern stehen wir Ihnen zur Verfügung, wenn es um das Aufzeigen von Kooperationsmöglichkeiten geht – und gern denken wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Ideen weiter, um sie für die Zukunft von Lüneburg fruchtbar zu machen!

Wann?

Während der Projektlaufzeiten (bis Ende Juni 2018 und vsl. ab Anfang 2019) erreichen Sie uns dienstags 9-16 Uhr (Zukunftsstadt-Büro Campus), mittwochs 10-13 Uhr (Zukunftsstadt-Büro Campus) und freitags 9-13 Uhr (Zukunftsstadt-Büro FREIRAUM).

Während der Übergangszeit zwischen den Projektphasen bearbeitet das regelmäßig besetzte Leuphana Fallstudienbüro alle Zukunftsstadt-bezogenen Anfragen.

Wie?

Telefonisch unter 04131.677-4040 (Zukunftsstadt-Büro) oder -1367 (Fallstudienbüro), per E-Mail unter 2030@leuphana.de sowie fallstudienbuero@leuphana.de oder sehr gern auch persönlich.

Wo?

Zukunftsstadt-Büro auf dem Campus im Zentralgebäude (Universitätsallee 1, Zentralgebäude, Raum C40.209), Fallstudienbüro auf dem Campus in Gebäude 11 (Universitätsallee 1, Raum C.11.006) und während der Projektlaufzeiten im FREIRAUM in der Lüneburger Altstadt (Salzstr. 1).

Hier finden Sie uns

Das Team für Phase II

Antje Seidel

Antje Seidel

ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“ und übernimmt hierbei die Bereiche Koordination und Kommunikation.

Annika Weiser

Annika Weiser

ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt “Zukunftsstadt Lüneburg 2030+” und übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Projekts von den Visionen bis zur Umsetzung der Maßnahmen in Reallaboren.

Daniel Lang

ist Professor für Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung am Institut für Ethik und Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (IETSR) der Leuphana. Er beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit und den wechselseitigen Lernprozessen zwischen verschiedenen Disziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Ulli Vilsmaier

ist Juniorprofessorin für transdisziplinäre Methoden und Präsidiumsbeauftragte für Inter- und Transdisziplinarität der Leuphana. Sie beschäftigt sich mit epistemologischen und methodologischen Grundlagen und Methoden inter- und transdisziplinärer Forschung sowie mit Fragen der Hochschullehre.

Susanne Puschmann

ist Architektin und Vorsitzende des T.U.N. Technik Umwelt Natur e.V.. Sie ist Mitglied im Rat der Hansestadt Lüneburg.

Karl-Heinz Rehbein

ist Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hansestadt Lüneburg. Er vermittelt zwischen Verwaltung, Politik, Bürgern, Universität und anderen Akteur*innen für ein zukunftsfähiges Lüneburg.

Die Akteur*innen und Themen in Phase II

Auch in der zweiten Phase des Projekts “Zukunftsstadt Lüneburg 2030+” haben Hansestadt, Zivilgesellschaft und Leuphana Universität weiter eng zusammengearbeitet. Hierzu wurden für jedes der unten dargestellten fünf Themenfelder Feldteams aus Praxisakteur*innen, Studierenden, Wissenschaftler*innen und der Stadtverwaltung aufgebaut, die sich strukturiert und im Detail mit den jeweiligen Schwerpunkten ihres Felds auseinandersetzen. Ein Ziel der Arbeit in den Feldteams war es, verschiedenste Akteur*innen, Aktivitäten, Initiativen, Initiator*innen und Institutionen so zusammenzubringen, dass sich eine möglichst fruchtbare Art der Zusammenarbeit für die zweite Projektphase ergibt. Hierzu haben die Feldteams umfassend, wissenschaftlich fundiert und inhaltlich fokussiert auf ihr jeweiliges Themenfeld anhand von Bestands- und Potenzialanalysen sowie Beispielen guter Praxis aus anderen Regionen und Städten die Grundlagen für die Entwicklung konkreter und kurzfristig umsetzbarer Maßnahmenideen erarbeitet, mit denen die Visionen aus Phase I Wirklichkeit werden sollen.

Die fünf Themenfelder und ihre Schwerpunkte für die aktuelle Projekphase haben wir für Sie in einer Foliensammlung zusammengestellt:

Themenfeld: Gemeinsam wirtschaften

Wie ist ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Wirtschaften in der Stadt Lüneburg möglich? Diese Frage ist zentral für das Themenfeld Gemeinsam wirtschaften. Ein Team aus Bachelor-Studierenden, betreut und begleitet durch Lehrende und Praxispartner*innen, widmet sich dieser Thematik und den dahintersteckenden Herausforderungen. Der inhaltliche Fokus des Seminars liegt auf dem Thema Lokales Wirtschaften mit den Schwerpunkten Netzwerke, Arbeit und Konsum.

Themenfeld: Dem sich wandelnden Klima begegnen

Wie kann die Stadt Lüneburg dem sich wandelnden Klima begegnen? Dieser Frage geht ein fünfzehnköpfiges studentisches Forschungsteam gemeinsam mit Akteur*innen aus Praxis und Wissenschaft nach. Der inhaltliche Fokus des Themenfelds liegt auf der Planung von Maßnahmen zur Klimaadaption mit den Schwerpunkten Grün- und Wasserflächen, Hitzeinseln und Versorgungssicherheit.

Themenfeld: Stadtleben gestalten

Wie lässt sich in Lüneburg auf gute Art und Weise zusammenleben, wie das Stadtleben aktiv und zugleich nachhaltig gestalten? Das Themenfeld Stadtleben gestalten ist dieser Frage gewidmet und befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit den Bereichen Gesundheit und Bildung, kreative Kultur und dem Zusammenleben als solches. Die Menschen, Initiativen und Institutionen, die das vielfältige Stadtleben in Lüneburg ausmachen, stehen hierbei im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Themenfeld: Gemeinsam planen und entscheiden

Wie lässt sich die zukünftige Entwicklung Lüneburgs über Mitbestimmungs- und Mitenscheidungsprozesse aktiv, gezielt und zugleich demokratisch steuern und planen? Dieser Frage gehen Stadt, Zivilgesellschaft und Universität im Themenfeld Gemeinsam planen und entscheiden nach. Die Schwerpunkte in diesem Feld sind die Bereiche Partizipation und Stadtentwicklung.

Themenfeld: Vernetzen und versorgen

Wie können wir langfristig belastbare Netzwerke aufbauen, die für alle Lebensbereiche der Stadt Lüneburg die notwendigen Grundlagen schaffen? Diese Frage ist zentral für das Themenfeld Vernetzen und versorgen, in dem sich Praxisakteur*innen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen mit den Schwerpunkten technische Infrastruktur, Ernährung und Vernetzung befassen.

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