Black Out – Steigerung der Resilienz in Lüneburg

Lüneburg im Jahr 2030: Die Supermärkte sind leergeräumt, an Lebensmittel ist nur schwer heranzukommen. Keine Autos oder Busse sind auf den Straßen zu sehen, der Verkehr ist erstarrt. Die Haushalte sind von Wasserleitungen und Wärmezufuhr abgekappt. Sträflingen kann man an jeder Ecke begegnen und selbst eine Schilddrüsenüberfunktion kann zur tödlichen Krankheit werden.

In seinem Thriller-Roman „Black Out“ (2012, Verlag Blanvalet) konstruiert der österreichische Autor Marc Elsberg ein bedrohliches Szenario: Durch einen langfristig geplanten und von „digitalen Könnern“ durchgeführten Hackerangriff auf die Computer der Energieerzeuger und Energieverteiler fällt der Strom erst in zwei Ländern und dann in ganz Europa nach und nach aus.

Vielfältige globale Vernetzung und Ressourcen-Konzentration (Kommunikation, Versorgung, Warenströme) haben uns fast unmerklich in eine starke Abhängigkeit von bestimmten Technologien gebracht. Es sind meist nicht-nachhaltige Strukturen, die uns in einer fragwürdigen Sicherheit wiegen.

Sind wir auf die Folgen vorbereitet, falls eine dieser Technologien versagt oder sabotiert wird? Was geschieht, wenn durch einen geschickten Eingriff in unsere digitale Infrastruktur nicht nur Kreditkarten ausgespäht werden, sondern die Stromversorgung für längere Zeit ausfällt?

Auftretende Probleme in den Bereichen der Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung, der öffentlichen Institute, der Infrastruktur und der Netzwerksicherheit sind Themen, mit denen sich unser Seminar in sechs Kleingruppen auseinandergesetzt hat. Als Ziel galt es, die Resilienz gegenüber starken technischen Abhängigkeiten zu steigern.

Bei optimaler Widerstandsfähigkeit wäre die Anfälligkeit beseitigt: Kranke Personen müssten dem Tod bei einem andauernden Stromausfall nicht mehr ins Auge blicken. Auch kleine Kinder könnten munter auf der Straße spielen, ohne dass die Eltern Angst vor ausgebrochenen Sträflingen hätten. Sogar ehrgeizige Geschäftspersonen könnten mit Hilfe eines Taxis ohne Probleme zu wichtigen Terminen gelangen.

Aus dem Seminar:
Black Out

Seminarleitung:
Helmut Faasch

Seminarteilnehmer_innen:
Bennett Dams, Lukas Reck, Eugen Getze, Malte Beckmann, Christoph Kopitzke, Christina Fitschen, Laura Schmidt, Alexandra Brink, Jennifer Lütje, Jim-Kevin Spötter, Merle Felstehausen, Bjarne Dethlefs, Norman Andresen, Timo Kreuz, Tom Seeger, Sverre Brooksiek, Alexander Vorbeck, Julian Jenczewski, Sabrina Hanisch, Florian Tödt, Kevin Rathei, Philine Schlorf, Christoph Gooß, Verena Christin Beythien, Mai Pham Van, Felix Scheffler, Fabian Huckshold, Christoph Stahl, Ronja Reusch

Diese Vision trägt dazu bei, die folgenden Sustainable Development Goals in Lüneburg umzusetzen und zu fördern: