Eine Stadt, in der alles läuft

Durch neue Laufstrecken zu gesunden Bürgerinnen und Bürgern.

Lüneburg 2030. Ein schöner Sommermorgen. Wie selbstverständlich stehst du, bewegte_r Lüneburger_in auf und schnürst dir die Laufschuhe für die morgendliche Laufrunde. Du fühlst dich gut, bist gesund und fit. Dein Körper strotzt vor Vitalität. Von deiner Haustür aus könntest du überall hinlaufen. Heute entscheidest sich für die Weststadt. Ohne jegliche Hindernisse kannst du dort für den städtischen Marathon in zwei Wochen trainieren. Keine unebenen Wege, kein lästiger Verkehr halten dich auf. Bäume säumen deine Route und steigern dein Wohlbefinden umso mehr. Auf dem Weg zu den Sülzwiesen triffst du eine Gruppe gleichgesinnter Läufer_innen, denen du dich anschließt. Nicht nur bei diesem Wetter ein gewohntes Bild in Lüneburg.

Soweit die Vision. Doch wie sieht es in Lüneburg heute aus? In der Stadt zu laufen ist selbst für Motivierte eine schwierige Angelegenheit. Ampeln, an denen man bis zu fünf Minuten wartet, schlecht ausgebaute Wege und nicht ausreichende Beleuchtung schrecken viele vom Laufen ab. Ebenso lassen die Laufangebote in der Lüneburger Umgebung zu wünschen übrig. So gibt es auch kaum Events wie z.B. einen Marathon, die zum Laufen motivieren. Als Konsequenz wird in Lüneburg weit weniger gelaufen als gut für die Bevölkerung wäre.

Das kann von uns verändert werden. Am wichtigsten ist es, der_m Läufer_in im Stadtverkehr einen höheren Stellenwert zuzuschreiben. Es ist von großer Bedeutung, sowohl die Bedingungen für den Laufsport, als auch die Motivation der Lüneburger_innen zu verbessern. Die Stadt braucht neue Wege, die ein gutes Lauferlebnis zu jeder Zeit ermöglichen. Doch auch finanzielle Anreize helfen, Lüneburg zum Laufsport zu bewegen. So könnten Lüneburger_innen von Krankenkassen durch Vergünstigungen belohnt werden, wenn sie sich durch Laufen gesund halten. Ist eine Basis gelegt, haben Laufevents wie ein städtischer Marathon einen viel größeren Zulauf. Dies würde wiederum den Laufsport zusätzlich verbreiten.

Inspiriert ist diese Vision von dem Problem jeder deutschen Stadt, ungeeignet für Läufer_innen zu sein. Durch die enormen Verkehrsaufkommen bieten Städte kaum noch durchgängige Wege für Fußgänger_innen und damit auch für Läufer_innen. Dem Laufen als einfacher Ausgleich für den unbewegten Stadtalltag wird somit jeglicher Raum genommen. Drehen wir jedoch an den genannten Stellschrauben, wird im Jahre 2030 unsere Vision von Gesundheit wahr sein. Alle(s) in der Stadt würde(n) damit (besser) laufen.

Aus dem Seminar:
Gesundes Leben in Lüneburg 2030

Seminarleitung:
Prof. Dr. Peter Paulus

Seminarteilnehmer_innen:
Engin Baduryeri, Jonas Böttcher, Lydia Marie Dammann-Tamke, Jana Catherina Engel, Luisa Filter, Leona Maria Grieb, Jana Holfter, Julia Kruse, Lisa Maria Leschinski, Chris Charlin Murza, Mats-Ole Nagel, Hong Van Nguyen, Lennard Nixdorf, Lena Nobbe, Lara ThereseOtto, Paul Pangritz, Marvin Peters, Marie Schaardt, Bettina Schmiedler, Tim Schulze, Tim Stryczek, Diana Stuhr, Luisa Tegtmeier, Anna Katharina Thomsen, Carola Warnecke, Clara Wichert, Philipp Wilke

Pat_innen:
Susanne Puschmann, Rolf Sauer

Diese Vision trägt dazu bei, die folgenden Sustainable Development Goals in Lüneburg umzusetzen und zu fördern: