Wohnen für alle

Der Schlüssel zum gerechten Wohnen

Worum geht es?

Der Sozial- und Vergabeschlüssel für Wohnraum berücksichtigt verschiedene Parameter über die bisher gängigen – Einkommen, Behinderung etc. – hinaus. Er spricht so mehr Zielgruppen an als bisherige Verteilerschlüssel. Der Schlüssel ist für Bauende zunächst freiwillig und setzt schon bei der Erstellung von Wohnraum durch Neu-/ oder auch  Umbaumaßnahmen an. Dabei wird der Schlüssel jeweils auf den gesamten Bestand im Eigentum des*der Bauenden angewendet. #Teilhaben #FüreinanderMiteinander #GutLeben

Was ist das Ziel?

Der Schlüssel verschafft besonders benachteiligten Personengruppen Zugang zum regulären Wohnungsmarkt. Er ermöglicht eine weitreichende Integration und Inklusion und macht die Stadt auf diese Weise sozialer. Zugleich sorgt er für mehr Heterogenität in Wohngebieten. #Zuhause #InDerNachbarschaft #DieGanzeStadt

Woher kommt die Idee?

Diese Lüneburger Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Stadtleben gestalten.

Inspiration für die Idee war der Vergabeschlüssel für barrierefreies Wohnen, welcher bereits verpflichtend in Deutschland angewandt wird. An dieses Konzept knüpft die Idee an und soll auch für bisher am regulären Wohnungsmarkt besonders benachteiligte Personenkreise angewendet werden.

Eine Lüneburger Lösung?

Als Teil der Metropolregion Hamburg wird Wohnraum in Lüneburg künftig stetig knapper und teurer, und es wird entsprechend recht viel neu- oder umgebaut. Der soziale Wohnungsbau erfasst & versorgt dabei unter Umständen nicht alle Zielgruppen und Lebenslagen, für die Wohnraum benötigt wird. Mit einem zunächst freiwilligen Vergabeschlüssel könnte Lüneburg Vorbild für Städte in ähnlicher Situation sein. #WohnenFürAlle #Stadtleben #LüneburgerLösung #LüneburgGehtWeiter

Ihre Meinung

Auf dem Zukunftsstadt-Tag haben wir die Lüneburger*innen gefragt: “Welche Personengruppen haben Ihrer Meinung nach in Lüneburg Schwierigkeiten, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden und sollten deshalb vom Vergabeschlüssel erfasst werden?” Benannt wurden die unten stehenden Gruppen. Welche finden Sie besonders wichtig? Bräuchte es weitere?

Welche Lüneburger Personengruppen sollten vom Vergabeschlüssel erfasst werden?

Mitgestalten

Sie möchten dabei sein, mitgestalten, Ihre Meinung sagen? Kontaktieren Sie uns!

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So kann es losgehen

  • Stadtplanung/Bauleitplanung
  • Immobilienwirtschaft
  • Initiativen
  • Vereine
  • Genossenschaften
  • neue und etablierte Wohnprojekte

#Politik #Stadtverwaltung #Wirtschaft

  1. Bestand und Bedarf ermitteln: politische und rechtliche Fragen klären, Lüneburger Zielgruppen bestimmen
  2. Pilotphase starten: mit freiwilligen Partner*innen aus der regionalen Wohnungswirtschaft
  3. DIN-Norm entwickeln: analog zur DIN-Norm “Barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen”

#Stadtplanung #Infrastruktur

Und das sagen die Lüneburger*innen

In Lüneburg gibt es eine hohe Anzahl von Menschen, die auf Grund ihrer sozialen Lebenssituation komplett vom Wohnungsmarkt ausgeschlossen sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Egal ob Geflohene, Suchtkranke oder psychisch Kranke, akut Wohnungslose, Haftentlassene oder Alleinerziehende haben heute kaum eine Chance auf dem regulären Wohnungsmarkt. Allein im Mai 2018 sind in der Stadt Lüneburg über 50 Menschen ordnungsrechtlich in der HERBERGEplus. untergebracht. Eine eigene Wohnung liegt in weiter Ferne. Ein Tool, das wirklich allen Menschen einen Zugang zum Wohnungsmarkt sichert wäre ein tolle Möglichkeit Wohnungslosigkeit zu vermeiden. Hinzu kommt, dass sich mit entsprechender Unterstützung die eigenen Probleme viel besser im eigenen Wohnraum bearbeiten lassen, als untergebracht in einer Notunterkunft!

 

Stefan Buchholz

Mitarbeiter im Fachbereich Stationäre Wohnungslosenhilfe und Unterkunftssicherung, Herbergsverein Wohnen und Leben e.V., Lüneburg

Diese Lüneburger Lösung leistet einen Beitrag zur Erreichung folgender Visionen

Diese Lüneburger Lösung trägt dazu bei folgende Sustainable Development Goals in Lüneburg umzusetzen und zu fördern