10. Sep. 2019

Preisverdächtig: Die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises hat das Projekt »Radverkehrsförderung 3.0« mit dem digitalen Baustein #LüneburgMaps als eines von insgesamt drei Projekten für den Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Digitalisierung nominiert. Die Auswahl, Bewertung und Digitalisierung fahrradfreundlicher Routen durch Lüneburg sei ein »großer Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur«. Wir freuen uns über diese tolle Bestätigung! Welches Projekt gewinnt, wird am 21. November in Düsseldorf bekannt gegeben.
Sie sind geradelt, haben geforscht, gegrübelt, kartiert – stets auf der Suche nach den schönsten Fahrradstrecken in Lüneburg. Insgesamt rund 100 Studierende um die Kulturgeographin Dr. Antje Seidel und den Verkehrsexperten Prof. Dr. Peter Pez möchten mit ihrem Projekt »Radverkehrsförderung 3.0« den Umstieg vom Auto aufs Rad einfacher machen. Getreu dem Motto »Lüneburg fährt Fahrrad: Fahr’ mit!« haben sie die schönsten Fahrradstrecken fernab von Hauptverkehrsrouten, Stau und Abgasgeruch gesucht und jetzt als »Lüneburg Maps« für die Nutzung per Navigations-App aufbereitet. Ein Engagement, das preisverdächtig ist, urteilt die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und nominiert die Arbeit der Lüneburger Wissenschaftler für den Sonderpreis Digitalisierung in der Kategorie »Forschung«. »Durch einen umfassend barrierefreien Radverkehr mit dem Kernbestandteil der Schaffung digitaler Transparenz für Alternativrouten abseits der Hauptverkehrsstraßen leistet das Projekt Radverkehrsförderung 3.0 einen großen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur«, heißt es in der Nominierungsbegründung. Der Nachhaltigkeitspreis ist die europaweit größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement und würdigt jährlich Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit. »Für uns ist die Nominierung ein unglaublich tolles Signal und eine sehr schöne Bestätigung für die viele Arbeit, die wir, unterstützt durch zahlreiche hochmotivierte Studierende, über die letzten Jahre geleistet haben«, sagt Dr. Antje Seidel.

Der digitale Baustein des Projekts »Radverkehrsförderung 3.0« ist unter dem Titel Lüneburg Maps als Teilprojekt der Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ entwickelt worden und wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Dabei spicken die Wissenschaftler die Datenbank der freien Weltkarte OpenStreetMap (OSM) mit vielen Infos rund um die besten Fahrradrouten in Lüneburg und verbessern damit das Routing auf OSM-basierten Fahrrad-Apps wie Bike Citizens oder OsmAnd. Ganz analog und in enger Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lüneburg trägt das Projekt zudem dazu bei, Radverkehrshindernisse (»echte« oder auch einfach verkehrsrechtliche Barrieren) abzubauen und durch eine geeignete Beschilderung für eine bessere Ausweisung der Fahrradrouten zu sorgen.

Welches der insgesamt drei nominierten Projekte den Sonderpreis Digitalisierung gewinnt, wird im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 21. November 2019 in einer eigenen Veranstaltung am Abend des ersten Kongresstages in Düsseldorf bekanntgegeben.