Nachhaltige Stadtentwicklung – nicht ohne Beteiligung Jugendlicher

Kinder und Jugendliche können mit ihren Sichtweisen, Ideen und Kompetenzen zu einem guten Zusammenleben beitragen. Aber wie können sie dabei unterstützt werden, sich an einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Lüneburg zu beteiligen? Und nicht nur in der Agenda 2030 ist die Beteiligung Minderjähriger gefordert; sie ist sogar gesetzlich verankert.

Warum aber wissen Jugendliche selbst gar nichts von ihrem Recht auf Partizipation? Wieso sind die, die sich engagieren, überwiegend Schüler_innen des Gymnasiums? Was für eine Rolle spielt die Schule, wenn es um Bildung zu Nachhaltigkeit geht? Wir wollen durch unsere Projekte Partizipation einfacher machen – denn jeder kann etwas verändern.

Unsere Vision ist, dass bis 2030 alle Jugendlichen die Möglichkeit haben, sich bei der Stadtentwicklung Lüneburgs einzubringen.

Sobald wirklich jede_r einzelne Jugendliche in Lüneburg in der Lage ist, sich zu beteiligen, werden dadurch Ungleichheiten zwischen Jung und Alt verringert. Mädchen und Jungen können sich einbringen. gemeinsam wird das Leben in der Gemeinschaft verbessert. Gleichzeitig werden Ziele der Agenda 21 in Angriff genommen. Dazu gehören unter anderem Geschlechtergleichstellung, die Verringerung von Ungleichheiten und eine nachhaltige Gestaltung der Städte und Kommunen.

Im Seminar wurden fünf verschiedene Handlungsfelder herausgearbeitet, um die Partizipation von Jugendlichen in Lüneburg zu fördern.

Dazu gehören: Informationen und Zugänge zu Mitwirkungsmöglichkeiten an Stadtentwicklung, Schule als Akteur nachhaltiger Bildung, Raum geben für eigene Initiativen, Jugendliche mit Migrationshintergrund und Zielgruppen zusammenführen.

Eine Gruppe befasst sich damit, wie Minderjährige über ihr Recht auf Partizipation aufgeklärt werden können und wie sie an Informationen über bestehende Partizipationsmöglichkeiten gelangen. Eine andere Gruppe betrachtet die Rolle der Schule, die durch Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu mehr Partizipation beitragen kann. Die dritte Gruppe wiederum ist der Problematik nachgegangen, dass es keine geeigneten Räumlichkeiten in Lüneburg gibt, in denen Treffen stattfinden können, um nachhaltige Projekte zu entwickeln und auszuführen. Eine weitere Gruppe beschäftigt sich mit der Herausforderung, Jugendliche mit Migrationshintergrund einzubeziehen.

Das Patenschaftsprojekt einer Gruppe möchte ehrenamtliche Paten gewinnen, auf die Jugendliche zurückgreifen können, wenn sie Fragen haben im Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der Stadtentwicklung. Ihre Aufgabe besteht darin, die Jugendlichen über ihre Rechte und über bereits bestehende Projekte der Stadt Lüneburg aufzuklären, sie zu bestärken und Möglichkeiten von Partizipation zu eröffnen.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und dem Partizipationsbeauftragten der Stadt Lüneburg stellte sich heraus, dass sich bisher nur ein geringer Teil von Jugendlichen der Stadt einbringt.

Höchste Zeit etwas zu verändern. Wir als Studierende möchten den Jugendlichen Möglichkeiten eröffnen, gesellschaftlich teilzuhaben. Wir möchten sie auf vielfältige Weise motivieren, etwas zu ändern, etwas zu bewegen, sich zu beteiligen – genau hier in Lüneburg, ihrer Stadt.

Aus dem Seminar:
Partizipation von Kindern und Jugendlichen an einer nachhaltigen Stadtentwicklung

Seminarleitung:
Ute Stoltenberg

Seminarteilnehmer_innen:
Andre Balles, Justin Becker, Anne-Carolin Benthack, Anja Bockstiegel, Nina Brell, Juliane Busse, Michelle Dell, Simone Dürlich, Freya Dunker, Donika Durguti, Katharina Hiltgen, Gesa von Knobelsdorff, Wanda Künzel, Laura Langfeld, Sinja Lasarzewski-Schilling, Saskia Meyer, Laura Nitz, Luisa Reinstorf, Hannes Schempp, Ann-Kathrin Schmitt, Jasmin Strecker, Lea Timm, Shayan Vahabzadeh, Franziska Wienke, Sarah Wulff

Pat_innen:
Marie Frenkel, Anna Baumann und Katharina Fuchs (Stadtjugendring), Hubertus Heinrich (Stadtverwaltung)

Diese Vision trägt dazu bei, die folgenden Sustainable Development Goals in Lüneburg umzusetzen und zu fördern: