Schon seit 2015 nimmt Lüneburg am Wettbewerb Zukunftsstadt teil. Dieser Wettbewerb war in drei Phasen unterteilt. Standen am Beginn noch über 160 Bewerberstädte, schafften es davon nur 65 darunter Lüneburg, in die Phase II. Dass die Hansestadt  letztlich zu den verbliebenen acht Finalisten gehört, die auch an Phase III des Wettbewerbs teilnehmen dürfen, ist Ergebnis der fundierten Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Stadtverwaltung und Leuphana.

Zur Geschichte von Lüneburg. Die Zukunftsstadt

Phase I 2015-2016: Zukunft denken – Visionen entwickeln

Im Jahr 2015 erhielt die Hansestadt Lüneburg in Kooperation mit dem Verein T.U.N., der Leuphana Universität Lüneburg und der Landeszeitung für die Lüneburger Heide als eine von 65 Kommunen in Deutschland den Zuschlag für die erste Projektphase im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des BMBF. Der Vorschlag, mit Studierenden des Leuphana Semesters im Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“ an Visionen für die Hansestadt Lüneburg u arbeiten, überzeugte die Jury.

Schon damals bestanden schon vielfältige Kooperationen zwischen Leuphana und Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft. Während des Wintersemesters 2015/16 vernetzten Erstsemesterstudierende zahlreiche Beteiligte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. 

Deren Beiträge entwickelten sie zu Handlungsfeldern wie Arbeit, Stadtökologie, Jugend, Kultur, Einzelhandel, Mobilität oder Daseins- und Gesundheitsvorsorge. Die so entstandenen 25 Zukunftsvisionen haben die lokale Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) zum Ziel und ergeben den Atlas der Visionen für eine nachhaltige Hansestadt Lüneburg im Jahr 2030. Dieses tolle Ergebnis, den Atlas „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“, überreichten wir dem Oberbürgermeister im Mai 2016.

Phase II 2017-2018: Von Visionen zu Lösungen

Am 20 Mai. 2017 stellten wir unser Projekt auf dem Tag der Offenen Tür im Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg vor. An diesem Tag starteten wir offiziell in die zweite Projektphase. Phase II knüpfte an die Visionen aus der ersten Projektphase nahtlos an. Die 25 Visionen bilden nun fünf Themenfelder ab: Stadtleben gestalten, Gemeinsam wirtschaften, Vernetzen und versorgen, Gemeinsam planen und entscheiden und Dem sich wandelnden Klima begegnen.

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Vor dem Hintergrund dieser Themenfelder entwickelten wir einen Katalog konkreter Maßnahmen, die in Lüneburg umgesetzt werden können – die 17 Lüneburger Lösungen. Sie sollen dazu beitragen, die in Phase I formulierten Visionen zu erreichen und fußen auf dem großen Engagement und den zahlreichen Potenzialen Lüneburgs. Wie auch in Phase I geschah dies in enger Zusammenarbeit von Hansestadt Lüneburg, Zivilgesellschaft und Leuphana Universität. Mit dem Zukunftsstadt-Tag 2018 und einer großen Umfrageaktion, auf der die 17 Lösungen von allen Lüneburger*innen bewertet werden konnte, endete Phase II des Projekts.

Phase III  oder “Butter bei die Fische!”

Was als Studienprojekt begann, wurde nun in der Stadt mit dem Zukunftsstadtbüro und angestellten Mitarbeiter*innen Realität. Diese Mitarbeiter*innen bilden die oben genannten gesellschaftlichen Handlungsfelder ab. Sie bilden die Schnittstellen zwischen Zivilgesellschaft, Stadtverwaltung und Universität, probieren die Lüneburger Lösungen in Form von Experimenten gemeinsam mit den Lüneburger*innen aus und überführen die Resultate in den Leitbildprozess der Stadt.