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ONLINEDIALOG

Karte der Veränderung

Du Lüneburg, sag mal!

Die Mitmach-Umfrage zum Start des Leitbilds

EIN LEITBILD FÜR LÜNEBURG

Lüneburg steht wie viele Städte weltweit vor großen Veränderungen. Bevölkerungswachstum, demografischer Wandel, Klimawandel, Wandel der Arbeit, Digitalisierung, Verkehrswende und die sich verändernden Bedürfnisse der Menschen vor Ort sind nur einige der vielen Aufgaben, denen sich eine Stadt in Zukunft stellen muss. Wie möchte die Hansestadt Lüneburg diesen Herausforderungen begegnen? Welchen Weg in die Zukunft soll sie einschlagen? Und welche Prioritäten soll sie dabei setzen?

Lüneburg blickt selbstbewusst nach vorn und will sich für die Aufgaben der Zukunft rüsten. Der Rat der Hansestadt Lüneburg hat deshalb den Beschluss gefasst, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft unter breiter Möglichkeit der Beteiligung ein Leitbild für die Gesamtstadt zu erarbeiten, das als Kompass und Richtschnur für die nächsten 10 bis 15 Jahre dienen soll.

IN 4 PHASEN ZUM LEITBILD

Phase 1 – Lage bestimmen

Jul – Sep 2020
Zu Beginn des Prozesses widmen wir uns zunächst der Positionierung zur Gesamtstadt Lüneburg und dem gemeinsamen Blick auf den Status Quo. Durch verschiedene Dialogformate wird der Prozess erstmalig in der Stadt und in der Öffentlichkeit sichtbar. Auf Infoständen an öffentlichen Orten, sowie im Netz und im Rahmen einer öffentlichen Mitmach-Veranstaltung werden alle Lüneburger*innen eingeladen, sich mit ihren vielfältigen Perspektiven auf die Besonderheiten und Stärken der Hansestadt einzubringen. Durch diesen öffentlichen Dialog sowie eine planerische Grundlagenauswertung durch das Büro urbanista entsteht ein Lagebild Lüneburgs als Diskussionsgrundlage für den weiteren Prozess.

Phase 2 – Optionen ausloten

Okt 2020 – Feb 2021
In der zweiten Phase richten wir den Blick von der Gegenwart hin zu möglichen Zukünften der Stadt und des Zusammenlebens. Im Rahmen von Expertenworkshops, eines weiteren Onlinedialogs und eines kommunikativen Zukunftsspiels soll eine möglichst große Bandbreite denkbarer Zukünfte und Entwicklungsoptionen der Stadt ausgelotet und diskutiert werden. Im Mittelpunkt dieser Prozessphase steht daher eine vertiefte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Trends und wichtigen Zukunftsaufgaben für unsere Städte. Textliche Beschreibungen und Illustrationen machen dabei die möglichen Optionen greifbar und verknüpfen sie zu positiven Zukunftserzählungen des Lüneburgs von morgen.

Phase 3 – Leitbild entwerfen

Feb – Mai 2021
In der dritten Phase werden auf Basis der Zukunftserzählungen mögliche strategische Ziele für Lüneburg formuliert und in mehereren Workshops mit der Stadtgesellschaft diskutiert. Strategische Ziele zeigen auf, in welche konkrete Richtung sich Lüneburg entwickeln möchte, mit welcher Ambition und Haltung dies geschehen soll und wie wir den Erfolg dieser Strategien zukünftig beurteilen möchten. Im Anschluss an diese Diskussion werden die Ergebnisse und Erkenntnisse des Prozesses durch das Büro urbanista gebündelt, strukturiert und in einem Leitbild-Entwurf für die Gesamtstadt verdichtet.

Phase 4 – Leitbild finalisieren

Mai – Jul 2021
Das Leitbild wird zunächst als Entwurf ausgearbeitet und anschließend der Stadtgesellschaft im Rahmen einer feierlichen öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Durch dieses öffentliches Feedback und die anschließende Abstimmung mit der Politik werden wir den Leitbild-Entwurf auf seine Schlüssigkeit überprüfen und klären, wie und wo die Gesamterzählung noch geschärft oder überarbeitet werden sollte. In einem letzten Schritt wird das Leitbild final überarbeitet und in einem Ergebnispapier zusammengefasst, das als Grundlage für einen Beschluss durch den Rat der Hansestadt Lüneburg dient.

EINBINDUNG IN GESAMTPROZESS

Unter der neuen Dachmarke „Lüneburg. Die Zukunftsstadt“ sind die Experimente und das Leitbild  nebeneinander versammelt. Auch inhaltlich sind beide Prozesse eng miteinander verknüpft. So sollen die Ergebnisse der Experimente in das Leitbild einfließen, damit die stattfindenden Veränderungen und die Erfahrungen in der Umsetzung der Experimente nicht nur heute sondern auch in der Zukunft wirksam sind.

FAQ

Stadtentwicklung wird immer komplexer. Große Zukunftsaufgaben wie der Klimawandel, die Digitalisierung oder die älter werdende Gesellschaft stellen viele Städte weltweit vor große Herausforderungen. Gleichzeitig befinden sich Städte zunehmend in einem Wettbewerb um Talente, Familien, Investitionen und Aufmerksamkeit. Um auch in Zukunft lebenswert, attraktiv und krisenfest zu bleiben, benötigt Lüneburg eine gemeinsam getragene Vorstellung davon, wie die großen Zukunftsaufgaben angegangen werden können und wofür die Stadt in Zukunft stehen soll. Diese wichtige strategische Ausrichtung kann ein gesamtstädtisches Leitbild leisten.

Bereits seit dem Jahr 2015 engagiert sich Lüneburg an der Seite der Leuphana Universität im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit Ideen für die Stadt von morgen – vom gerechten Wohnen bis hin zur Schaffung von Grünoasen. Mit Erfolg, denn heute ist Lüneburg eine von bundesweit acht geförderten Städten dieses Programms und kann die entwickelten Ideen durch reale Experimente erproben. Kerngedanke aller dieser Experimente ist es, die Stadt durch Aktivitäten vor Ort konkret zu verändern.
Die Experimente konzentrieren sich also auf bestimmte Einzelthemen oder Räume und sollen schnelle und erfahrbare Ergebnisse erzielen. Lüneburg muss jedoch auch die langfristigen Herausforderungen und die Stadt als Ganzes in den Blick nehmen. Für diese Form der strategischen Planung entwickelt Lüneburg in einem mehrjährigen Prozess zunächst ein gesamtstädtisches Leitbild und im Anschluss ein sogenanntes Integrierte Stadtentwicklungskonzept (kurz ISEK), das die Ziele des Leitbilds in Projekte überführen soll.
Experimente und Leitbild (sowie später auch das ISEK) sind also sich gegenseitig ergänzende Zukunftsprozesse.

Unter der neuen Dachmarke „Lüneburg. Die Zukunftsstadt“ sind beide Prozesse nebeneinander versammelt und auf einer gemeinsamen Webseite dargestellt. Auch inhaltlich sind beide Prozesse eng miteinander verknüpft. So sollen die Ergebnisse der Experimente in das Leitbild einfließen, damit die stattfindenden Veränderungen und die Erfahrungen in der Umsetzung der Experimente nicht nur heute sondern auch in der Zukunft wirksam sind.

Der Prozess wird von der Hansestadt Lüneburg initiiert. Zuständig für inhaltliche und organisatorische Fragen ist der Bereich 34 – Nachhaltigkeit und Mobilität. Mit der Durchführung und Ausarbeitung des Prozesses wurde das Büro urbanista aus Hamburg beauftragt.

Durch verschiedene digitale Formate und Vor-Ort-Termine im Stadtgebiet wird die gesamte Stadtgesellschaft eingeladen, sich am Prozess zu beteiligen.

Das Leitbild wird bis zum Sommer 2021 entwickelt. Es bildet dann die Grundlage für ein sog. Integriertes Stadtentwicklungskonzept, kurz ISEK, das im Anschluss erarbeitet werden soll.

Informationen, Hintergründe und alle Termine rund um den Prozess finden sich auf dieser Webseite.